Was ist Content Marketing?

Content Marketing bezeichnet gemeinhin eine Marketing Methode, bei der nützliche Inhalte in Form von (Blog)Beiträgen oder ähnlichem auf der Webseite platziert werden. Ein Inhalt ist dann nützlich, wenn er Webseitenbesuchern einen Mehrwert verschafft – diese Inhalte können in den verschiedenen Phasen der Buyer‘s Journey ganz unterschiedlich ausfallen. Veröffentlicht ein Unternehmen regelmäßig nützlichen Content, demonstriert es nicht nur seine Expertise, sondern schafft so auch Vertrauen, was sich wiederum positiv auf die Kundengewinnung auswirkt.

Stichwort Buyer‘s Journey

Die Buyer’s Journey beschreibt den gesamten Prozess, den ein Kunde auf dem Weg zur Kaufentscheidung durchläuft: Von der Bewusstseinsphase (Awareness) über die Überlegungsphase (Consideration) bis hin zur Entscheidungsphase (Decision). Für jede Phase kommen dementsprechend unterschiedliche Themen für die Content Erstellung in Frage. Während in der Bewusstseinsphase bspw. Blogbeiträge in Form von Leitfäden, Schritt-für-Schritt Anleitungen, Infografiken oder Glossare nützlichen Content darstellen, kommt es in der Überlegungsphase eher auf Inhalte wie Kaufratgeber, Test-/ Praxisberichte und Produktvorführungen an. In der dritten und letzten Phase spielen wiederum Referenzen, Rabatte und kostenlose Proben eine tragende Rolle.

Was gehört zu Content Marketing?

Grundsätzlich setzt sich gutes Content Marketing aus verschiedenen Teildisziplinen zusammen. Hierzu gehören Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenwerbung (SEA) sowie Blog-Marketing, E-Mail-Marketing (Newsletter) und Social-Media-Marketing. Ausgangspunkt jeder dieser Disziplinen ist die Redaktion, d.h. die Recherche und Produktion von Content. Ausschlaggebend für den Erfolg des Content Marketing ist dabei die richtige Content Strategie.

Welche Content Marketing Strategien gibt es?

Content Marketing funktioniert nur dann, wenn dahinter eine konkrete Content Strategie steht. Die Recherche, Koordinierung, Produktion sowie Verbreitung von Content muss wohl bedacht sein, andernfalls besteht die Gefahr, dass Potenziale ungenutzt bleiben. Gute Content Strategien beziehen unterschiedliche Kanäle ein, d.h. Content wird auf den Sozialen Netzwerken, mithilfe von Newslettern sowie über einen Corporate Blog systematisch gestreut. Durch derartige groß angelegte Kampagnen wird gewährleistet, dass maximal viel Reichweite entsteht – was sich natürlich positiv auf die Markenbekanntheit auswirkt. Ebenso sollte in einer Content Strategie neben den Marketing Zielen auch eine Einteilung der Zuständigkeiten (Entwickler, Designer, Redakteure) sowie ein Redaktionsplan festgelegt sein. Überdies weist jede Content Marketing Strategie eine Kommunikationsstrategie auf, in der festgehalten wird a) wann, b) wo, c) wie die Inhalte/ Beiträge verbreitet werden sollen. Im Idealfall sind sämtliche Kanäle aufeinander abgestimmt.

Leitfragen bei der Erstellung einer Content Strategie

  • Wie sehen meine Marketing-Ziele aus? (Markenaufbau, Ausweitung der Reichweite)
  • Wie sieht meine Zielgruppe aus? (B2B, B2C)
  • Wie sieht die Buyer’s Journey meiner Zielgruppe aus?
  • Welche Inhalte sind für meine Zielgruppe nützlich?
  • Welche Aufgaben fallen an? Und wer ist für welche Aufgabe zuständig?
  • Welche Kanäle wollen wir bedienen? (Kommunikationsstrategie)
  • Welche Tools zum Monitoring/ Reporting möchten wir einsetzen?
  • Welche Content Management Systeme eignen sich für unser Vorhaben?
  • Welche zusätzlichen Marketingmaßnahmen zur Werbung möchten wir einsetzen?

Stichwort Content Marketing Ziele

Content-Marketing Ziele sollten stets dem SMART Prinzip folgen, d.h. spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein. So können in etwa die Steigerung der Brand Awareness (Markenbekanntheit), die Verbesserung des Rankings der Webseite auf Google, die Steigerung des Traffics auf der Webseite, die Leadgenerierung, die Optimierung der Konversionsrate oder eine höhere Interaktion der Nutzer Ziele einer Content Marketing Strategie sein.

Stichwort Zuständigkeiten

Wie zuvor angedeutet, setzt sich Content Marketing aus verschiedenen Teildisziplinen zusammen. Für jede Disziplin sind dementsprechend unterschiedliche Personen/ Teams zuständig. So gibt es bspw. Experten für die Suchmaschinenoptimierung, für Social Media und und und. Während Redakteure Content für unterschiedliche Kanäle produzieren, kümmern sich die Experten der SEO vordergründig um keyword- und Rankingrecherchen. Mitglieder des Designteams sind dagegen für das Erscheinungsbild von Anzeigen zuständig. Wichtig ist, dass in der Content Strategie sämtliche Tätigkeiten/ Zuständigkeiten aufeinander abgestimmt sind. So recherchiert ein SEO-Experte bspw. relevante Themen zur Verbesserung des Rankings, gibt diese an die übergeordnete Redaktionsinstanz weiter. Diese erstellt einen Redaktionsplan, gibt die Themen dann 1) an den Redakteur und 2) an den Designer weiter. Während der Redakteur sich um die Produktion des Contents kümmert, konzipiert der Designer entsprechendes Bild/ Grafikmaterial.

Stichwort Redaktionsplan

A und O guten Content Marketings ist ein detaillierter, gut recherchierter Redaktionsplan. Er stellt sozusagen den Fahrplan für die Content Marketing Kampagne dar. In ihm sind sämtliche Inhalte festgehalten, die für die Zielerreichung relevant sind. Ein guter Redaktionsplan zeichnet sich durch folgende Struktur aus:

  1. Kalenderwoche und Datum der (geplanten) Veröffentlichung
  2. Veröffentlichung auf unterschiedlichen Kanälen
  3. Rubrik/ Kategorie
  4. Artikeltyp
  5. Thema des Artikels
  6. Relevante keywords
  7. Suchvolumen

Wozu dient Content Marketing? – 5 gute Gründe für Content Marketing

  1. Content Marketing führt zu einer Steigerung der Bekanntheit
  2. Content Marketing ist ein Instrument der Kundenbindung
  3. Content Marketing ist gleichzeitig ein Instrument zur Neukundengewinnung
  4. Content Marketing stellt ein Marketinginstrument mit geringem Kostenaufwand dar
  5. Content Marketing ist über Monitoring und Tools messbar