Was ist ein Redaktionsplan?

Bei einem Redaktionsplan handelt es sich im Grunde genommen um eine Übersicht sämtlicher Inhalte einer Content Marketing Kampagne. Er stellt damit einen Fahrplan für das Erstellen und das Verbreiten von Inhalten dar. Besonders dann, wenn Unternehmen planen, einen Corporate Blog aufzubauen, ist ein Redaktionsplan sinnvoll, werden in ihm alle Themen, sowie Veröffentlichungsdaten und die zuständigen Redakteure festgehalten. Wenn Unternehmen überdies gedenken, transmedial Inhalte zu streuen, kann ein Redaktionsplan helfen, die notwendige Übersicht über die Veröffentlichungen auf den unterschiedlichen Kanälen zu behalten.

Wie ist er aufgebaut?

  • Veröffentlichungsdatum (Datum und ggf. Uhrzeit)
  • Veröffentlichungsort (Blog, Social Media, Newsletter etc.)
  • Status (offen, in Arbeit, abgeschlossen)
  • Titel des Inhalts
  • Fokus-Keyword
  • Zuständiger Redakteur
  • Link zum veröffentlichten Inhalt (als Beleg für die Veröffentlichung)

Wie helfen Redaktionspläne Content Marketern bei der Erreichung von Zielen?

Wie bereits eingangs erwähnt, dienen Redaktionsplänen in erster Linie dazu, strukturierte Arbeit zu gewährleisten. Je detaillierter eine Content Marketing Strategie im Voraus ausgearbeitet wurde, desto einfacher ist sie in der Umsetzung. Insbesondere dann, wenn im Rahmen groß angelegter Kampagnen mehrere Redakteure und Autoren involviert sind ist gute Organisation unabdingbar. So wird auch vermieden, dass aufgrund mangelnder Struktur oder Kommunikation Inhalte entweder doppelt bearbeitet oder gar nicht abgearbeitet werden. Ebenso lässt sich anhand von Redaktionsplänen einfach nachvollziehen, ob bestimmte Themen hinreichend abgedeckt wurden oder künftig weitere Inhalte zu einem Thema eingeplant werden sollten. Wichtig ist dabei, dass regelmäßig Auswertungen getätigt werden – denn auf Basis dieser Daten kann der Content Marketer den Redaktionsplan ggf. anpassen, d.h. neue Inhalte in den Redaktionsplan aufnehmen oder Inhalte neu terminieren. Redaktionskalender sind also niemals statisch, immer dynamische Konstrukte.

6 Phasen der Konzeption eines Redaktionsplans mit dem das Content Marketing gelingt

Phase 1: Zielsetzung

Was möchte ich mit meiner Content Marketing Kampagne erreichen? Was sind meine (kurz-, lang- und mittelfristigen) Ziele? Welche Zielgruppe möchte ich erreichen?

Phase 2: Analyse und Konzeption der Buyers Persona

Wie sieht meine Zielgruppe konkret aus? Was bewegt meine Zielgruppe? Welche Erwartungen hat sie an ein Produkt/ eine Dienstleistung/ eine Marke? Welche Bedürfnisse hat sie? Auf welchen Kanälen bewegt sich meine Zielgruppe primär? Wann bewegt sich meine Zielgruppe auf diesen Kanälen?

Phase 3: Keyword-Recherche und Themenfindung

Nach welchen Keywords sucht meine Zielgruppe vermehrt? Welche Keyword-Kombination treten dabei am häufigsten auf? In welchem Kaufstadium befindet sich die Zielgruppe? Welche Themencluster gibt es, die ich mit meinen Inhalten abdeckten sollte? Welche Inhalte decken meine Konkurrenten ab?

Phase 4: Redaktionsplan und Redaktionskalender

Welche Inhalte sollen wann und wo veröffentlicht werden? Welche Redakteure/ Autoren werden eingesetzt? Welche Kanäle werden abgedeckt?

Phase 5: Erstellung und Verbreitung von Content

Phase 6: Auswertung

Wird mein Content von der richtigen Buyers Persona wahrgenommen? Wie wird mein Content wahrgenommen? Erzielt er den gewünschten Effekt? Wo gibt es Verbesserungspotenzial? Gibt es Keywords, die Potenzial haben, aber noch nicht Teil des Contents sind? Müssen am Themenplan Änderungen vorgenommen werden?

Welche Tools gibt es zur Erstellung von Redaktionsplänen?

  • Google Sheets
    Mit den Google Sheets, die ähnlich funktionieren wie Microsoft Excel lassen sich ganz einfach und ohne großen Aufwand Redaktionspläne erstellen. Pluspunkt ist hier eindeutig auch die Möglichkeit, dass sämtliche Projektbeteiligten zeitgleich und überall auf den Plan zugreifen können. Gerade für Einsteiger eignet sich Google Sheets, bietet es alle grundlegenden Funktionen (Filter, Spalten etc.), die zur Konzeption eines Redaktionsplans notwendig sind. Einzig was automatische Auswertungen betrifft, hinken die Google Sheets ein wenig hinterher.
  • Edit Flow
    Bei Edit Flow handelt es sich um ein Open-Source-Plugin für WordPress, es ermöglicht damit die Verwaltung von Redaktionsplänen im Content Management System WordPress. Edit Flow kann außerdem mit iCal oder dem Google Kalender synchronisiert werden. Ebenso wie bei den Google Sheets können hier auch mehrere Nutzer gleichzeitig auf den Themenplan zugreifen und Einträge lassen sich kommentieren.
  • Divvy HQ
    Dieses Tool eignet sich in erster Linie für größere Teams, die transmedialen Content planen. Denn für jeden Kanal lassen sich eigene Kalender anlegen, auf die jeweils die zuständigen Projektbeteiligten Zugriff haben. Ebenso lassen sich mit Divvy HQ Analysen anstellen, um bspw. die Performance des erstellen Contents zu messen.